Re: Billigere Spiele ? - Deutsche Computerspiele-Branche sucht de…

computerspieleel X-mal kopiert wird, überlegt man sich, ob man die
> Preise wirklich senken kann. Wäre die Anzahl der Raubkopien geringer,
> wäre vielleicht die Hemmschwelle für das Senken der Preise nicht so
> hoch und man könnte auch mal ein Spiel unter minimum-Preis auf den
> Markt drücken.
Die Frage ist, ob überhaupt mal getestet wurde, ob es sich lohnt, ein
Spiel günstig anzubieten, mit der Hoffnung, dass viele potentielle
Raub-Kopierer sich das Spiel doch kaufen.
> Aber das ist genau wie mit den MP3’s. Die Kopierer merken nicht, dass
> sie mit den Kopien dafür sorgen, dass der Preis in die Höhe getrieben
> wird und der Herstelle erhöht weiter ohne zu erkennen, dass es ohne
> Käufer auch keine neuen Spiele geben kann.
Mhmm, das widerspricht eigentlich allen gängigen Erkenntnissen. Wenn
sich ein Produkt schlechter verkauft, wird üblicherweise der Preis
gesenkt nicht erhöht. Insofern hinkt deine Behauptung _etwas_.
Das Problem ist, das viele Menschen den Kaufpreis der Software (egal
ob Spiel oder Anwendungsprogramm) einfach nicht für gerechtfertigt
halten.
Ähnlich verhält es sich bei Audio-CDs. Der Mehrwert einer gekauften
CD ist gegenüber einer kopierten CD einfach zu gering.
Der einzige funktionierende Ausweg kann daher für die Produzenten nur
eine Strategie sein, die den potentiellen Käufer vom Mehrwert einer
gekauften CD _überzeugt_.
Wie man das anstellt? Bei Audio-CDs fängt dies z.B. bei einer
höherwertigen Verpackung an, bei Spielen könnten dies nonCD-Beigaben
sein, z.B. vernünftige Handbücher, Karten bei Adventures, Poster,
Gamepads, etc.
Allmählich erkennen einige Spieleproduzenten, dass dies der richtige
Weg ist, zumindest steigt die Anzahl der “Sondereditionen” mit
zusätzlichen Beigaben allmählich.

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