Re: Billigere Spiele ? - Deutsche Computerspiele-Branche sucht de…
computerspiele schrieb am 4. November 2002 10:43
> > > > Und? Wo ist das Problem?
> > > > Man kann sich eben nicht alles leisten,
> > > > was man haben möchte.
> > > Kann man eben doch (zumindest in Sachen
> > > Software u. ä.) - und das ist das Problem!
> > Falsch. Man kann es sich nicht leisten. Daß man es sich dennoch
> > verschaffen kann, ist eine andere Geschichte.
> Selbstbewusstsein ist ja schön und gut, aber ein dahin-
> geworfenes “Falsch” wirkt - unabhängig vom Zusammenhang -
> immer ein wenig anmaßend und weist auf ein nicht unerheb-
> liches Maß an Selbstüberschätzung hin. Sorry.
Du hast leider nicht verstanden, worauf ich hinaus wollte:
Das man es sich nicht leisten kann, ist doch unwidersprochen Fakt.
Man kann es sich aber sehr wohl beschaffen, auch wenn man es sich
nicht leisten kann.
Im Übrigen: Ein “Kann man eben doch” ist ein in vier Wörtern
verkleidetes “Falsch”, widerlegt also ein vorher gehendes Argument
absolut. Es wirkt aber genauso, wie “Falsch”. Nix für ungut!
> Bei einer solchen Diskussion geht es letztlich - so hoch-
> trabend das klingen mag - um gesellschaftliche, ökonomische
> und moralische Fragen. Semantische Spitzfindigkeiten helfen
> da nicht weiter.
Doch, gerade die sind wichtig. So wird zum Beispiel heute noch von
vielen Leuten behauptet, dass sie ein Recht auf die private Kopie
hätten. Haben sie so gesehen aber nicht, und das ist wichtig, diesen
kleinen Unterschied zu begreifen.
Genauso meinte ich das hier:
Man kann es sich nicht leisten. Es ist fatal, wenn “es sich leisten
können” mit “es sich beschaffen können” verwechselt wird.
> Ich denke, dass der Sinn(!) sowohl Deiner als auch meiner
> Aussage für die Meisten durchaus verständlich war.
Ich schätze, eher nicht.
MfG Stefan Milcke
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