Es geht eigentlich gar nicht um Computerspiele - Produkthaftung von Spieleherstellern?

> Kann mir mal einer erklären, warum über Produkthaftung von
> Computerspielen diskutiert wird, aber nicht über die Haftung des
> Fernsehens bzw der Videoindustrie (denn angeblich liebte der Kranke
> von Erfurt ja Splatter-Movies), oder der Schützenvereine?
Die Splatter-Movies sind ja schon ziehmlich verboten (ab 18 oder
höher), darauf hin zu weisen, würde nur bestätigen wie unwirksam
Gesetze sind, wenn sich jemand strafbar machen will.
> Gerade der Schützenverein hat es doch überhaupt erst möglich gemacht,
> dass der Typ an eine Waffe kam, und er wurde dort an der Waffe
> ausgebildet (denn eine Waffe ist eben NICHT ganz so einfach zu
> handhaben, wie man immer glaubt). Und letztendlich müsste doch mal
> überlegt werden, warum jemand in einem Schützenverein überhaupt eine
> persöliche Waffe braucht, die er mit nach Hause nehmen kann….
Und ich denke hier verfällst Du (ebenso wie ich und viele andere
hier) in die selbe Handlungsweise. Sich selbst und seine Gewohnheiten
schützen, und die Schuld bei anderen suchen.
Mir kommt die Sache vor, als wäre jemand an einer Alkoholvergiftung
gestorben, und man versucht heraus zu finden, welches der 25
alkoholischen Getränke ihn denn getötet hat. (Oder war es doch sein
schwaches Herz?)
Man bräuchte Gesetze, die die Bürger zur Mäßigkeit, Ausgeglichenheit
und Vernunft “zwingen”. Aber das ist ziehmlich unmöglich.
> Ich glaube, hier macht man es sich zu einfach, einen Schuldigen bzw
> Sündenbock zu finden… Hat die Politik etwa Angst, eine Million
> Wähler zu verlieren und traut sich deshalb nicht an die Vereine?
> Armes Deutschland….
Das ist Demokratie. Es wird gemacht, was die meisten wollen. Die
meisten wollen sich nicht ändern und ein ruhiges Gewissen. Deshalb
wird ein Sündenbock gebraucht, denn nur wenige (Wähler) vermissen,
wenn man ihn schlachtet.
Gruss
Sascha

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