Re: Entschuldigung - US-Mediziner: Computerspiele machen nich…

computerspieleagt ich hab da nen Bekannten der…
> na dann ladet ihn doch mal zum Grillen, spazieren, baden o.ä. ein. Am
> Rand der Gesellschaft ist niemand mit dem man sich beschäftigt. Jeder
> hat es in der Hand und mit bisschen Willen bringt man auch “den
> Bekannten” dazu die Kiste mal aus zu lassen.
Das ist _extrem_ schwierig. Kenn da mehrere Fälle, bei denen das sehr
sehr schwer war die Leute überhaupt zu anderen Tätigkeiten zu
bewegen. Das Spiel (WoW in dem Fall) klaut einfach soviel Zeit am
Tag, dass irgendwann auch niemand mehr Verständnis für die ständigen
Ausreden hat (warum man denn jetzt nicht zu der Party/was auch immer
geht). Und das bei Leuten, die sonst die Party selbst organisiert und
geschmissen hätten. Auch die sozialen Kontakte reißen dann in der
Umgebung ein - im Internet und dem Spiel steigen die sicherlich an -
aber im Freundeskreis kommt es zu Konflikten und Problemen. So
einfach wie du dir das vorstellst, jemanden von einem Spiel wie WoW
wegzubewegen, wenn derjenige sehr von der Materie gefangen ist, ist
es leider nicht. Da reicht keine Einladung zum Grillen, keine
mehrfachen Anrufe am Tag der Party - da reichen selbst persönlich
Gespräche kaum. Es ist einfach sehr süchtig machend. Und das die
Betroffenen abstreiten, dass es Sucht ist, ist völlig normal. Ob das
jetzt im medizinischen Sinne eine Sucht darstellt: Keine Ahnung. Für
mich sah das allerdings in mehreren Fällen sehr danach aus.
MfG
Graste

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