Re: Polemik und Verantwortungsflucht - Gewaltvideos und brutale Computerspiele …

computerspiele% ACK.
>
>
> Du singst mein Lied. Ich beobachte mit Schrecken, welche Szenen sich
> teilweise auf dem Schulhof meines Sohnes (1. Klasse !!) sowie
> teilweise auch im privaten Umfeld abspielen. Allerdings, so wirklich
> verwunderlich finde ich das nicht - nur sollte man diese “Symptome”
> von mehreren Seiten beleuchten: den Buhmann allein in der
> Spieleindustrie zu suchen, ist in der Tat viel zu einfach. Aber, sie
> ist mitverantwortlich.
Moment, wie Peter Lustig in Putseblume/Löwenzan immer gesagt hat:
abschalten.
Diese Wahlfreiheit hat jeder - auch in der Übertragung an die Kids.
Man muss sich nicht Vera am Nachmittag reinziehen.
Letztendlich geht es nicht ums ‘mitloggen’ des Nachmittages der
älteren Jugendlichen. Natürlich sollen die frei und unbeobachtet
Ihren Nachmittag gestalten, ohne Kontrolle.
Es gilt nicht ein einzelnes auffälliges Symptom zu identifizieren,
sondern aus der Kenntniss des Wesens des Kindes die Veränderungen zu
beobachten, zu verstehen und zu besprechen.
Und wenn man merkt man kommt nicht klar in gewissen Punkten, sich das
eingestehen und Hilfe holen.
> Ich nenne es mal “Hemmschwellen-Absenkung”.
Das gab es immer, und immer galt es sich anzupassen.
In der Reaktion und Wahrnehmung darauf und in der Etablierung
gegenläufiger Werte.
> Je weiter man zurückdenkt, desto klarer war es, das man bestimmte
> Dinge einfach nicht zeigte / veröffentlichte / Jugendlichen
> zugänglich machte. Nur schwach angerissen, aber das ist nur ein
> Punkt.
Moment, ich wünsche mir nicht eine Regulierung durch den Staat. Ich
bin für das bewusste Nachvollziehen, solange natürlich nicht Menschen
in Reality-Shows umgebracht werden, analog zu den Colluseen im alten
römischen Reich.
>
> Der nächste Punkt ist definitiv das Elternhaus. Manchmal frage ich
> mich, erziehen die ihr Kind überhaupt noch? Begleiten und
> unterstützen sie es nach allen Kräften? Sind sie immer für ihr Kind
> da? Sind sie in der Lage, kleinere und schwere Probleme wirklich zu
> erkennen und sie im Sinne des Kindes zu lösen?
Das ist eine ewige Anstrengung bei der man naturgemäß an seine
Grenzen stösst.
Deswegen ‘mitwachsen’ und auseinandersetzen und Rat einholen wenn man
nicht mitkommt.
Kinder und Jugendliche suchen sich jeweils für das richtige
Spezialgebiet Ihre Berater und Instanzen.
Mann muss das nicht alles selber machen und erfüllen, aber schauen
mit wem diese Dinge besprochen werden kann man schon.
> man muss immer häufiger alle Fragen mit NEIN beantworten.
Stimmt, aber es gibt trotzdem einen Weg
In einer
> Ego-Gesellschaft, in der das Streben nach Macht, Karriere,
> Selbstbehauptung immer intensiever wird, wundert mich das aber auch
> nicht. Wenn ich im TV sehe, wie eine Frau, die meint, man solle sich
> mehr um seine Kinder kümmern (und Frau dafür auch mal die
> Karrieregeilheit hinten anstellen - “doppelrot, ick hör dir
> trapsen”), komplett plattgeredet wird, kann ich nicht soviel essen
> wie ich kotzen möchte. Da wird ausgelassen drüber diskutiert, wie man
> ein 18 Monate altes Kind am besten “wegorganisiert” - um sich selbst
> zu verwirklichen!! Und das wird mit reichlich Applaus honoriert!!
Ist das nicht eine Anpassung an die Anforderungen von heute?
‘Mitwachsen’ … müssen auch die Mütter …
Und es kommt auf den Kindergarten und alle anderen Rahmenbedingungen
an…
Also bitte eine Einzelfallentscheidung suchen und danch ausrichten…
> Hallo - geht’s noch irgendwie? Welchen Bezug soll das Kind zu seinen
> Eltern aufbauen? Wie können solche Eltern, die mehr Zeit mit schickem
> Businessanzug im Büro und im Fitness-Studio verbringen wollen als mit
> ihrem Kind auf dem Boden liegend im Kinderzimmer spielend jemals vom
> Kind als Vorbild angesehen werden?
Das ist doch etwas konstruiert?
Kinder können zum SPort mitgenommen werden.
Den Businessanzug stört kein Kind solange Mama nicht die Flecken
stören.
> Oft habe ich meinen Sohn in den Kindergarten gebracht (habe es mir
> mit meiner Frau geteilt) und war oft erschreckt, das Mütter (und
> NEIN, nicht nur Unter-, Mittel- oder Oberschicht - sonder quer durch)
> ihre Kinder mit teilweise 39 Fieber in den Kindergarten brachten -
> warum?
Stimmt es gibt druck auf der Arbeit … Gelber Schein fällt auf.
Wenn jeder mitmachen muss, dann sind auch Arbeitgeber gemeint.
So pauschal lässt es sich aber wieder nicht beantworten.
> Und als letzten Punkt sehe ich auch die Schule. Was lernen die Kinder
> hier eigentlich noch? Frag mal eine(n) 16-Jährige(n) nach dem
> längsten Fluss Deutschlands und wo er entspringt. Fragt ihn / sie
> mal, wer Erich Honecker war, oder Lübke. Wie, keine Ahnung??? Aber
> wieviel MegaPixel das neueste Handy hat, genaue Typenbezeichnung
> Geilheitsfaktor: wie aus der Pistole geschossen.
Anpassung an neue Gegebenheiten - das wirds immer geben.
Solange wir wissen wie wir eine Information bekommen, brauchen wir
uns die Information nicht zu merken.
Das sagen relativ viele erwachsenen Internetnutzer.
Ich stimme da nicht zu, eine grundlegene Kenntniss ist wertvoll,
nicht wegen dem Wissen, sondern wegen den Strukturen die das
Verarbeiten von Informationen in uns anlegt: strukturelles Denken,
kreative Konstruktionen zulassen können, Interpretieren und
Assoziieren.
Ich habe mehr über den 64er gewusst, als über Gutenbergs
Druckmaschine als Kind.
> Ausserdem: Schaut Euch die Sauställe von Schulen doch teilweise mal
> an. Ich hätte auch keinen Bock, da irgendwas zu lernen. Politik und
> Kommunen sind gefragt, die knappen Gelder an die richtigen Stellen zu
> leiten.
Das war auch schon immer so … ich war auf schlechten und guten
Schulen.
Die eltern müssen hier sehr aufmerksam sein und gut wählen.
Egal, ein gesunder Mensch mit gesundem sozialen ausprägungen wird
sich auch in einer schlechten Schule durchschlagen.
Man muss auch trennen zwischen fachlichem und sozialem in den
Schulen.
> Und dann teilweise das Lehrpersonal, welches u.a. jammert, es sei mit
> Klassengrössen > 20 Kindern “tootal überfordert, Du”. Hey, zu meiner
> Zeit (Anfang 80er) waren bei uns >33 normal! Und die Damen und Herren
> da vorne hatten uns im Griff. Es waren Autoritäts-Personen.
Na ja, …
> So, hab einfach mal Luft ablassen wollen.
Das merkt man .. : )
Genau wie der Kommisar in der EU …
Es ist halt nicht einfach, suche Deinen speziellen Weg.
Findest Du Eltern die ähnlcihe Kritikpunkte sehen: zusammentun und
mit Schuldirektoren etc Lösungen suchen.
Und nein, ich will nicht
> pauschalisieren! Weder bei Eltern, noch bei Lehrern, noch bei den
> Kindern. Aber ein Trend in die falsche Richtung ist klar zu erkennen.
> Und wenn eine v.d. Leyen (wie erzieht die eigentlich ihre sieben
> Kinder??) immer predigt, man müsse immer mehr an seine
> Selbstverwirklichung denken, wird mir kotzübel.
> Wertschätzung,
> Verantwortungsbewusstsein und Selbstsicherheit kommen nicht von
> alleine - man muss es vorleben.
Full ACK … und daruf bauten meine WIedersprüche ja auch auf : )
Setzt euch nicht für eure Kinder in den privaten 4Wänden ein, kämpft
an allen Ecken für eine bessere Situation. Das lernen Kinder
ebenfalls von Ihren Eltern.
Nur das ganze eher mit Charme und Intelligenz - nicht mit Groll.
> Genug jetzt mit dem moralischen Zeigefinger. Mund abwischen und auf
> geht’s…
Mit dem erreicht man nichts ausser Unverständniss … nur mit den
moralisten darf man stundenlang leer an den immer selben standpunkten
rumdiskutieren.
Mitwachsen…!
> in diesem Sinne.

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