Polemik und Verantwortungsflucht - Gewaltvideos und brutale Computerspiele …
computerspieleng in den 80ern in die Schule und da wurde ebenfalls schon
ge’hackt’ was das zeug hält - in der Grundschule wohlgemerkt. Und da
befanden sich Videospiele auf dem Niveau von Pong und Asteroids.
Damals waren es allerdings Rambo und Rocky die die Kids zu Gewalt
verleitet haben sollen. Das Video Home System kam - und die Pädagogen
liefen Sturm.
In der Tat kann ich bestätigen: da gabs nen paar Nachwuchs-Rambos die
ganz schön laut aufdrehten auf dem Schulhof, und das Verhalten, egal
auf welche Spezies bezogen, aus Adaption wächst ist ja unbestreitbar.
Dennoch denke ich das die Kids weniger Rambo’s Attitüden ‘einfach’
nachahmten, sondern das es keine Kontrollinstanz durch die
erwachsenen Begleitpersonen gab, diese wohl einfach kommentiert
haben: ‘Geiler Film, nicht?’
Und sicher spielte ‘Druck’, egal welcher Natur (Gewalt, Angst,
Misstrauen, Unverständniss) in deren Familie eine größere Rolle als
bei den unauffäligen Kids.
Die, die ich meinte waren 7-10 jahre alt und ganz sicher alles andere
als schreckliche Kinder. Sie waren schlecht begleitet.
Heute ist das Bild auf dem Schulhof krasser. Aber auch die
Verhältnisse in der Gesellschaft allgemein sind ja auch krasser
geworden. Wenn die Erwachsenen (Lehrer, Eltern) schon überfordert
sind, wie sollen sich die Kids da zurechtfinden?
Ist als Massnahme nun ein Verbot angemessen?
Nur darum gehts - ganz allgemein gesprochen, auf spezielle Videopiele
bezogen, behaupten wir in diesem Fall es seien für Kinder zugängliche
‘Entertainment Inhalte’.
Zur Erinnerung: die genannten Killerspiele sind nicht für Kinder
gedacht, sondern fallen unter bestimmte Alterfreigaben oder ganz
unter Verbote (Indexierung).
Für den Abgleich: Man muss der Gesellschaft, und das finde ich
persönlich in Ordnung und richtig, politische Signale setzen:
Rauchverbot, Verbot von Nazi-Symboliken, Verbot bestimmter Literatur
wie ‘Mein Kampf’.
Die Politik setzt sich selbst, der Gesellschaft und der ‘Welt’ ein
Zeichen - es wird ganz generell und ohne Ausschluß was wir für unsere
eigenen Gesellschaft für akzeptabel halten und was nicht. Zum
Beispiel der Tod unzähliger Raucherlungen, oder Nazis in den
Landes-Parlamenten.
Und diese Zeichen können genauso richtig an Erwachsene gerichtet
sein, wie an Kinder.
Sprechen wir aber von wirksamen Massnahmen im Alltag, sind diese
Verbote zwecklos. Selbst die NPD ist ja noch nicht verboten.
Ich glaube auch nicht das wir ein neues Gesetz brauchen das uns
behilflich ist solche Spiele vom Markteintritt zu behindern. Ich
denke schon das der Gesetzgeber ein Zeichen setzen kann und darf, was
wir in Bezug auf genannte ‘Entertainment-Inhalte’ als Richtlinie
festsetzen wollen - für uns alle.
Und da wird doch in der Gegenwärtigen Diskussion jedes Maß
überschritten:
Es ist völlig absurd zu behaupoten, Videospiele allein würde
‘mordende Kinder’ heran ziehen. Sicher birgen sie ein gewisses
psychisches Wirkungspotential.
ganz sicher sind solche Spiele nach wie vor - unter gegebener
Gesetzgebung - von Kindern fernzuhalten.
Sind wir einverstanden mit Richtlinien?
Wollen wir die 12-Jährigen kids im ‘Rsident Evil’-Universum
herumtollen lassen?
Nein, da dürfte jeder Hardcorgamer zustimmen.
Und nein, dafür bedarf es keiner neuen Gesetze.
Was nützt ein Zeichen, wenn es nur ein Zeichen bleibt?
Wir brauchen, wie oben genannt, mehr ‘Begleitung’
Das heisst aber auch, das sich Eltern, Lehrer und Politiker, mehr mit
den Computerspielen und anderer Inhalte auseinandersetzen müssen.
Und vor allem heisst das, das diese Personengruppen sich intensiver
mit den Kindern und Jugendliochen auseinanderstezen müssen.
Ein Zeichen - ja.
Ein Verbot - bedingt, möglich, aber speziell formuliert und
Richtungsweisend.
(Wie es eben seit je her schon praktiziert wurde, siehe Beispiele
oben)
Aber: die Massnahme dazu muss ebenfalls berücksichtigt und umgesetzt
werden.
Und mehr ‘Begleitung’ für Heranwachsende brauchen wir bestimmt nicht
bloß wegen der Videospiele.
Das ist in dieser Diskussion bloße Polemik und Flucht aus genannter
Verantwortung.
Meine Meinung zur Gewalt unter jugendlichen: Konsequent durchgreifen.
Gleichzeitig Nähe, Respekt und Verständniss zu den Kids aufbauen und
Alternativen und Vorbilder anbieten - ob Sport, Kunst oder von mir
aus auch gemeinsames Counter Strike im Schulnetzwerk.
Grüße
neustart