Re: Computerspiele Randerscheinung - Umsatz- und Gewinnschwund bei Electronic…

computerspielehne Geld würde meiner Ansicht
> nach theoretisch funktionieren, auch wenn die Resourcen endlich sind,
> solang sie das Maß überschreiten, um jeden ausreichend (vielleicht
> auch mehr als ausreichend) zu versorgen, also sobald jeder ohne allzu
> großen Aufwand einen einen gewissen Lebensstandard haben kann.
Äh… Wie würde zum Beispiel EBay.de ohne Geld funktionieren? Sollen
alle Menschen das gleiche besitzen? Was ist mit geistiger
Wertschöpfung?
> Im
> Kommunismus hat man sowas in der Art versucht und ist gescheitert,
> meiner Meinung nach aus zwei Gründen: Einmal weil der Gesamtaufwand
> eine Gesellschaft “glücklich zu machen” eben doch mehr Arbeit vom
> einzelnen erfordert, als dieser im Schnitt ohne Gegenleistung bereit
> ist zu tun. Und zum anderen weil sich Menschen, wenn sie die
> Möglichkeit haben, eben doch mehr nehmen als sie benötigen (ist
> vermutlich ein völlig normaler Urinstinkt: ich nehm was ich kriege,
> dann hab ich auch was für schlechte Zeiten, gepaart mit: ich will
> besser sein als mein Nachbar). Unter diesen Voraussetzungen, die ja
> nicht wegzuleugnen sind, muss ich Dir rechtgeben: eine Welt ohne Geld
> wird nicht funktionieren. Dies könnte sich dann ändern, wenn wir
> unsere Arbeit zu 100% von Maschinen machen lassen, denn wenn niemand
> mehr etwas tun muss, um alles was er braucht zu erhalten, wird der
> Wert des Geldes absinken und schließlich null erreichen (niemand
> benötigt mehr Geld vom anderen, weil er sich dadurch keinen Vorteil
> verschafft). Da ich aber erstens nicht sicher bin, ob es dazu kommen
> wird (und wenn ist fraglich wann), da ich zweitens davon ausgehen
> muss, dass man diesen Zustand künstlich verhindern wird um
> Machtstrukturen aufrechtzuerhalten, und da ich drittens nicht sicher
> bin, welche anderen Konsequenzen (positiver und vor allem auch
> negativer Art) solch ein Zustand mit sich brächte, muss ich Dir
> schlussendlich wieder recht geben (im Grunde hab ich Dir nie wirklich
> widersprochen, ich habe ja nur gesagt dass es erlaubt sein muss
> darüber nachzudenken).
Sorry, Ist für mich totaler Blödsinn. Erstens werden zukünftige
Generationen ein ziemliches Energieproblem haben, nachdem die
fossilen und atomaren Brennstoffe aufgebraucht sind. Wodurch werden
die Maschinen dann betrieben? Zweitens, auch wenn keiner mehr
Arbeiten müsste, wird es weiterhin Unterschiede zwischen den Menschen
geben und das Bedürfnis sich von anderen zu unterscheiden. Ausserdem
möchte ich anmerken, dass die aktuellen “Machtstrukturen” da sind,
weil eine überwiegende Mehrheit sie haben will - oder kein Interesse
an deren Änderung.
> > Das ist sicher richtig, aber nicht auf das Genre beschränkt.
> > Realitätsfremde Elemente gibt es auch in der “Schwarzwaldklinik”.
>
> Sehr richtig. Der Mensch scheint von Realitätsferne angezogen zu
> sein.
Davon leben mehrere Industrien. Ich habe auch nichts gegen
Realitätsferne an sich, aber gerade im Star-Trek-Umfeld gibt es
einfach zu viel Kunstflieger, denen die Bodenhaftung entglitten ist.
> > > Ein Science Fiction Autor muss Träumer sein.
> >
> > Nicht unbedingt, der Autor muss vor allem die Träume seiner Kunden
> > kennen und diese in seinen Geschichten bedienen. Klingt jetzt
> > abgestumpft oder mechanisch, aber ich hatte mal einen Kollegen, der
> > vorher Liebesromane übersetzt hat.
>
> Auch das ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Ich denke viele Ideen
> stammen ursprünglich von Träumern - oder allgemeiner: von Menschen,
> die zunächst nicht vorrangig den Profit sehen, sondern von der Sache
> begeistert sind. Aber sobald Profit in Aussicht ist, wird dieser
> (auch von Träumern) ausgeschöpft und andere verdienen ebenfalls an
> derselben Idee. Mit anderen Worten: Die wenigsten Dinge werden
> erfunden, weil jemand denkt: wie könnte ich am meisten Profit machen?
> sondern: was brauche ich / jemand anders / diese Welt noch? Aber
> gleich nach dieser Frage folgt: und wie mache ich damit Profit?
Warum sollen die Menschen denn bitte schön nicht an Profit denken?
Der Mensch als soziales Wesen hängt vom Feedback ab, dass er für
seine Taten bekommt. Wenn viele Menschen durch meine Tätigkeit
profitieren, warum soll ich mich dann mit einem Dankeschön begnügen,
wenn ich mehr kriegen kann? Was ist dir lieber, eine dunkle kleine
Kellerwohnung oder eine Strandvilla mit Pool?

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