Konfliktsimulation als Brettspiel - Computerspiele: Der “Zusammenprall der R…

computerspiele“Battle Isle - Der Androsia Konflikt” - CD ziert der
> Slogan “Konfliktsimulation: Rundenbasiert * 3D * In Echtzeit!”
>
> Aber nach Herrn Prof. für Medienforschung und Medienpädagogik
> Winfried Kaminski ist das sicher auch ein “Kriegsspiel”. Ich finde,
> wenn man sich wissenschaftlich mit sowas beschäftigt sollte man
> neutralere Begriffe finden. Aber immerhin ist “Kriegsspiel” noch
> besser als “Killerspiel”.
Man labelt das Ding halt nach eigenem Gusto und eigener Intention.
Das ist ja überall so. Die neue Müllkippe in meiner Nachbarschaft
wird mir auch als “Entsorgungspark” schöngeneusprecht.
Was mir aber fehlt bei der Diskussion: (Positive) Lehren aus solchen
Spielen.
Beispiel: Während meines Wehrdienstes href=”http://www.robundseb.de/blog/2008/04/24/random-kleinigkeiten/”>haben wir nach Feierabend das
Tabletop “NATO - The next war in Europe” gespielt. Mal abgesehen
davon das immer die “bösen Russen” den Krieg eröffnet haben, war es
ansonsten sehr realistisch gehalten und inhaltlich
(Kräfteverhältnisse, Waffen, etc.) sehr gut recherschiert. Spielt man
die NATO-Seite und schloß sich der damals offiziellen NATO-Doktrin
für den Ernstfall an, am Rhein müssen die Russen zum stehen kommen,
so
stellte man sehr schnell fest das dies eigentlich nur durch den
Einsatz von taktischen Atomwaffen möglich war.
Das gab mir schon heftig zu denken. Auch wenn ein möglicher Konflikt
wie in dem Spiel in weite Ferne gerückt war (Gorbi war schon dran),
galt
diese NATO-Doktrin doch für lange Zeit und wäre sehr
wahrscheinlich auch im Ernstfall so ausgeführt worden.
Ein weiterer Aspekt der mir sowohl durch den tagtäglichen
(Wehr-)Dienst wie auch durch das Spiel klar wurde: Wie hanebüchen
blödsinnig die Idee ist mit einer Wehrpflichtigenarmee gegen den
Warschauer Pakt antreten zu wollen und die erste Verteidigunslinie zu
bilden. “Opferlämmer” wäre die korrekte Bezeichnung für BW-Solaten
gewesen.
Ein weiterer Aspekt der mich interessieren würde, weil ich ihn bei
mir beobachte: Es gibt unbestritten Menschen die durch aggresive
Spiele selbst (zumindest kruzfristig) aggresiver werden. Bei mir
allerdings verhält es sich andersrum: nach ‘ner Runde BF z.B. fühle
ich mich angenehm entspannt und im wahrsten Sinne des Wortes
“abgekämpft”, weil ich meine Aggressionen spielerisch schadlos
abbauen konnte. Früher zuhause bin ich in so ‘nem Fall immer hinters
Haus für Omas Kamin Holzhacken gegangen. hatte die gleiche angenehme,
abregende
Wirkung. :-) Knuth

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